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Betriebe finden

Markisen in Linz: Hitze im Donautal, Westwind und Betriebe

An der GeoSphere-Station Linz-Stadt lag die Zahl der Hitzetage vor 1990 bei rund 6 im Jahr. Für 2015 bis 2025 nennt die Stadt im Mittel 23. Die Beschattung ist in Linz damit vom Komfort zur Frage geworden, ob eine Wohnung im Sommer nutzbar bleibt.

Moderne Terrasse mit Markise in österreichischer Hügellandschaft
Inhaltsübersicht
Die Kernfrage

Linz hat sich vervierfacht, was die Hitzetage betrifft. Der Wind kommt nachts schwach aus Norden und kräftig aus Westen, und genau dorthin zeigt die Abendsonne.

Hitzetage: von 6 auf 23

Die Stadt Linz hat für ihren zweiten Bericht zur Klimaanpassung die Tageswerte der GeoSphere-Station Linz-Stadt ausgewertet. Das Ergebnis, veröffentlicht im Medienservice der Stadt: Vor 1990 gab es im Durchschnitt 6 Hitzetage mit mindestens 30 Grad, im Zeitraum 2015 bis 2025 waren es 23. Der Zehnjahresmittelwert der Tropennächte stieg seit 2000 von 2 auf 7.

Wie ungleich die Hitze in der Stadt verteilt ist, zeigen die Messstellen: 2025 zählte die Otto-Glöckel-Schule sechs Tropennächte, Ebelsberg und Dornach null bis eine. Dicht bebaute, versiegelte Viertel speichern die Wärme, Randlagen mit Grün kühlen nachts aus.

Für die Markise ist das eine Standortfrage. In den dichten Vierteln zwischen Bahnhof und Donau zählt jede Stunde, in der die Sonne nicht auf die Scheibe trifft, weil die Wärme dort nachts nicht mehr abgeführt wird. Außenliegende Beschattung vor dem Glas hält den Eintrag ab, bevor er zum Problem wird.

Wind: schwach aus Norden, kräftig aus Westen

Für den Standort Linz liegt eine Messreihe vor, die in ihrer Deutlichkeit selten ist. Die ZAMG hat im Auftrag des Landes Oberösterreich von Jänner bis Mai 2022 am 24er Turm ein Grenzschichtprofil gemessen. Der Messbericht hält fest: Winde aus Nord und Nordnordwest wurden am häufigsten verzeichnet, allerdings zumeist mit Geschwindigkeiten bis 4 Meter pro Sekunde, sie treten nur nachts auf und gehen auf den Kaltluftabfluss aus dem Haselgraben zurück. Höhere Windgeschwindigkeiten sind am häufigsten bei Westwind zu beobachten, der zweithäufigsten Richtung.

Für die Planung heißt das: Der nächtliche Nordwind ist für eine eingefahrene Markise bedeutungslos. Die Last kommt aus Westen, mit dem Wetter, das über das Alpenvorland heranzieht. Westseitige Terrassen und Balkone haben damit gleich zwei Gründe für eine geführte Ergänzung: Dort steht die Abendsonne flach, und dort greift der Wind an.

Der Windwächter gehört bei motorisierten Anlagen deshalb an die Westseite der Anlage, nicht in eine geschützte Ecke.

Bauordnung: keine eigene Ziffer für Markisen

Die Oberösterreichische Bauordnung 1994 kennt bewilligungspflichtige, anzeigepflichtige und freie Vorhaben. Markisen kommen in keiner der Listen vor. Nach § 26 bedürfen Vorhaben, die in den §§ 24 und 25 nicht angeführt sind, weder einer Baubewilligung noch einer Bauanzeige.

Die Grenze zieht das äußere Aussehen. § 25 erfasst sonstige Änderungen an Gebäuden als anzeigepflichtig, wenn sie das äußere Aussehen wesentlich verändern. Die Stadt Linz formuliert es in ihrem Serviceguide zur Baubewilligung so: Änderungen sonstiger Bauten brauchen eine Bewilligung, soweit sie „das Orts- und Landschaftsbild stören können". Zuständig ist die Bau- und Bezirksverwaltung.

Eine übliche Markise am Balkon einer Wohnanlage berührt das Ortsbild selten. Eine große Anlage an einer Straßenfassade in der Altstadt kann es. Wer dort plant, fragt vorher, nicht nachher.

Was in Linz wo gilt
LageWas giltWer entscheidet
Balkon oder Terrasse einer Wohnanlagekeine eigene Ziffer in der Oö. Bauordnung, in der Regel frei nach § 26Bau- und Bezirksverwaltung bei Zweifel
Straßenfassade, Altstadtanzeigepflichtig oder bewilligungspflichtig, wenn das äußere Aussehen wesentlich verändert wird oder das Ortsbild gestört werden kannBau- und Bezirksverwaltung der Stadt Linz
Denkmalgeschütztes GebäudeBewilligung nach DenkmalschutzgesetzBundesdenkmalamt
EigentumswohnungVerständigung der Miteigentümer, zwei Monate Widerspruchsfrist§ 16 Abs 5 WEG 2002
MietwohnungZustimmung des Vermieters bei Bohrung in Fassade oder BrüstungVermieter, Hausordnung

Altstadt ohne eigenes Schutzgesetz

Anders als Graz und Innsbruck hat Linz kein eigenes Altstadterhaltungsgesetz mit ausgewiesenen Schutzzonen. Die Stadt fördert die Erhaltung historisch bedeutender Gebäude über ein Programm zur Altstadterhaltung und prüft größere Bauvorhaben in einem Gestaltungsbeirat.

Für die Markise bedeutet das weniger Verfahren, aber nicht keine Regeln. Denkmalgeschützte Objekte unterliegen dem Bundesdenkmalschutz, und die Ortsbildklausel der Bauordnung gilt überall. In der Praxis bewegen sich Anlagen an Altstadtfassaden am sichersten in gedeckten Farben und mit einer Bauart, die eingefahren kaum aufträgt.

Untergrund: Wohnanlagen und Wärmedämmung

Ein großer Teil des Linzer Wohnbestands sind Anlagen der Nachkriegsjahrzehnte, viele davon thermisch saniert. Wo eine Dämmung vorgesetzt ist, muss die Last der Markise durch die Dämmschicht in die tragende Wand, über Abstandshalter oder eine Konsole für die vorhandene Dämmstärke. Diese Position gehört benannt im Angebot, sonst ist die Windklasse nur eine Zahl.

Bei Balkonen mit Balkon darüber bietet sich die Deckenmontage an der Betonplatte an. Sie lässt die gedämmte Fassade unberührt und verkürzt den Hebel, mit dem der Westwind an der ausgefahrenen Fläche zieht.

Welche Bauart Linz verlangt

Für den Standardfall, den Balkon oder die Terrasse in einer Wohnanlage, trägt eine Gelenkarm- oder Kassettenmarkise mit Windwächter. Die Größe darf großzügiger ausfallen als in Föhnlagen, aber der Westwind setzt eine Obergrenze, die im Datenblatt als Klasse steht und in der Befestigung eingelöst werden muss.

Westseitige Lagen brauchen die senkrechte Ergänzung, weil die Abendsonne bei tiefem Stand unter jede waagrechte Fläche fällt. Eine Senkrechtmarkise vor der Brüstung nimmt die Sonne und den Wind an derselben Seite. Für Dachterrassen und große Flächen mit offener Westexposition ist die Pergolamarkise auf Stützen die stabilere Lösung.

Vor dem Angebot in Linz klären

Vier Fragen, die den Ablauf bestimmen, bevor ein Betrieb das Aufmaß nimmt.

  • Zeigt die Fläche nach Westen? Dann Windwächter an der Westseite und eine senkrechte Ergänzung einplanen.
  • Liegt das Gebäude in der Altstadt oder unter Denkmalschutz? Dann vorab bei der Bau- und Bezirksverwaltung beziehungsweise dem Bundesdenkmalamt fragen.
  • Wohnungseigentum oder Mietvertrag? Beim Eigentum beginnt mit der Verständigung der Miteigentümer die Zwei-Monats-Frist, beim Mietvertrag braucht die Bohrung in Fassade oder Brüstung das Ja des Vermieters.
  • Gedämmte Fassade? Dann gehört das Konsolensystem mit Dämmstärke ins Angebot.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wie viele Hitzetage hat Linz?

Nach den von der Stadt ausgewerteten Daten der GeoSphere-Station Linz-Stadt im Mittel 23 pro Jahr im Zeitraum 2015 bis 2025, gegenüber rund 6 vor 1990. Tropennächte, vor 1990 eine Ausnahme, liegen im Zehnjahresmittel bei 7. In dicht bebauten Vierteln sind es deutlich mehr als am Stadtrand.

Aus welcher Richtung kommt in Linz der Wind, der die Markise belastet?

Aus Westen. Die häufigsten Winde aus Nord und Nordnordwest sind nächtlicher Kaltluftabfluss aus dem Haselgraben mit meist unter 4 Metern pro Sekunde. Höhere Geschwindigkeiten treten laut ZAMG-Messbericht am häufigsten bei Westwind auf. Der Windwächter gehört deshalb an die Westseite der Anlage.

Brauche ich in Linz eine Bewilligung für eine Markise?

In der Regel nicht. Die Oö. Bauordnung führt Markisen nicht auf, und was in den §§ 24 und 25 nicht steht, ist nach § 26 frei. Anders liegt der Fall, wenn die Anlage das äußere Aussehen wesentlich verändert oder das Ortsbild stören kann, etwa an einer Altstadtfassade. Dann entscheidet die Bau- und Bezirksverwaltung, bei Denkmalschutz das Bundesdenkmalamt.

Gibt es in Linz Schutzzonen wie in Graz oder Innsbruck?

Nein, Linz hat kein eigenes Altstadterhaltungsgesetz mit ausgewiesenen Zonen. Die Stadt fördert die Altstadterhaltung und prüft größere Vorhaben im Gestaltungsbeirat. Für Markisen gilt die allgemeine Ortsbildklausel der Bauordnung und bei geschützten Objekten der Denkmalschutz.

Welche Bauart passt für eine Linzer Westterrasse?

Eine Gelenkarm- oder Kassettenmarkise mit Windwächter für den Sitzplatz, ergänzt um eine Senkrechtmarkise vor der Brüstung. Die senkrechte Anlage nimmt an derselben Seite die flache Abendsonne und den Westwind. Für große, offen exponierte Flächen ist die Pergolamarkise auf Stützen die stabilere Wahl.

Verzeichnis

Betriebe für Linz

2 Einträge

Beide Betriebe stehen im oberösterreichischen Verzeichnis. Pumberger sitzt in Marchtrenk westlich von Linz, die Textilmanufaktur Meisel in Pinsdorf mit einer Filiale in Wels. Ein Einsatzgebiet nennt keiner der beiden auf seiner Website; die Standorte liegen im oberösterreichischen Zentralraum.

Marchtrenk

Pumberger Sonnenschutz

Albert-Schweitzer-Straße 6, 4614 Marchtrenk

Standort Marchtrenk, Bezirk Wels-Land

GelenkarmmarkisenPergolamarkisenSenkrechtmarkisenWintergartenmarkisenReparaturNeubespannung

Pinsdorf

Textilmanufaktur Meisel

Wiesenstraße 28, 4812 Pinsdorf

Standort Pinsdorf, Filiale in Wels, Werndlstraße 5

GelenkarmmarkisenNeubespannung

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